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Leseprobe aus einem siebenseitigen Interview mit der Nicole (32), Thorsten (34) und Kilian (5) Noltze. Kilian besucht den Spielkreis der Alt-Hastedter Kirchengemeinde.
 
(...)
Klein Mexiko:Wie soll denn Ihr Kind durch Ihre Erziehung mal werden?
 
Thorsten Noltze: Er soll mit seinen Kindergarten-Kollegen vernünftig umgehen, gut auskommen und ganz allgemein das Zwischenmenschliche lernen. Wir tun was dafür dadurch, dass wir ihn in den Kindergarten geben und auch in der Freizeit viel mit ihm machen und uns mit ihm beschäftigen. Er geht zweimal die Woche zum Turnen in den Verein. Dann hat er den Bastelnachmittag. Reiten macht er. Einmal in der Woche gehen wir mit ihm zum Schwimmen, damit er schon mal ein Vorgefühl kriegt für den Schwimmkurs später. Dann kommen die Freunde hierher oder er geht zu Freunden, nach dem Kindergarten.
 
KM: Ist er das einzige Kind?
 
Nicole Noltze: Ja und soll er auch bleiben.
 

 
Kilian spielt gern 'schwarzer Ritter'.
 
KM:Was meinen Sie genauer mit vernünftigem Verhalten?
 
Th. N.: Er soll die Umgangsformen und Etikette schon mal mitkriegen. Wenn er zum Beispiel freundlich angesprochen wird, dass er dann nicht frech reagiert.
 
Ni. N.: Er soll Höflichkeit lernen. Aber andererseits soll er sich auch abgrenzen können, damit er sich auch durchsetzen kann und darf, wenn er angegriffen wird. Er soll wissen, dass wir dann ‘hinter ihm stehen’.
 
 

 
Gut aufgehoben: Kilian zwischen Nicole und Thorsten Noltze
 
KM: Wo soll er sich abgrenzen können?
 
Ni. N.: Im Kindergarten wurde er in einem Fall ständig geärgert und angegriffen. Und er ist so ein Typ, der sagt dazu nicht so viel. Wenn es ihm zu viel wird, dann dreht er sich um und geht weg. Das ist ja auch ganz gut. Nur dieser Junge hat ihn derart in den Arm gebissen, dass wir diese Bissspuren noch 24 Stunden später gesehen haben. Da muss er dann auch wissen, dass er sich dann wehren darf. Ich finde, sonst geht man in der heutigen Zeit unter, wenn man immer nur einsteckt.
 
Th. N.: Wir sagen ihm: ‘Dann schubs ihn doch einfach weg oder schrei ihn an, dass er es lassen soll.’ Er soll dann auch aus sich rauskommen.
 
KM:Wie hat Kilian sich denn verändert durch den Besuch im Spielkreis?
 
Ni. N.: Er ist offener geworden und auch frecher und läßt sich auch nicht mehr so viel gefallen. Es wird auch sehr viel von den anderen Kindern angenommen und sehr gerne das Negative. Da kann man immer sehr genau erkennen, welches Kind er gerade nachahmt.
 
KM: Und was nimmt er an Negativem an?
 
Th. N.: Zum Beispiel geht er von der Sprache her wieder ins Kindliche, fast ins Babyhafte und in die Albernheit zurück, wo wir der Meinung sind, dass er das nicht mehr braucht und darüber schon hinaus ist.
 
Ni. N.: Er macht es extra falsch und findet es ja ganz toll, weil das andere Kind es auch so gemacht hat. Aber das andere Kind wußte es nicht besser.
(...)

Weitere Themen des Heftes:

Bericht: Besuch im Spielkreises

Interview: Leiterin Spielkreis

Interview: Leiterin Grundschule

Interview: Familie Adler


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