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Folge 07/2002, Bremen, den 03.03.2002

Pumpe, Brunnen, Sensorwasserhahn

        
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ALLTAG IN BREMEN
FOLGE 007-02:
PUMPE, BRUNNEN; SENSOR- WASSERHAHN


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Ensemble mit Pumpe auf einem Garagendach  
Ein fast surreales Ensemble auf einem Garagendach: Ein alter Pflug und eine 'antike' Pumpe, die in einen Plastiktrog gestellt worden ist, heben sich scharf von einer Verkleidung ab, in die ein Fenster eingelassen ist. In der Fensterscheibe spiegelt sich ein Balkon, der sich an einem Haus von ca. 1900 auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet.



Plastik von Alex Gattnar-Blank und Holger Arndt: Kugel mit Wasserhähnen
 
Auf dem Gelände des St.-Jürgen-Krankenhauses entdecke ich ein weiteres Kunstwerk. Aus der großen, mit bunten Herzen verzierten Kugel ragen zwei Wasserhähne heraus.
(Plastik: Alex Gattnar-Blank und Holger Arndt)


Sensorwasserhahn
 
In der Toilette eines Cafés in der Innenstadt stoße ich auf eine Waschtischarmatur, die das Wasser freigibt, sobald man die Hand darunter hält. Die Freigabe wird durch die zwei Sensoraugen im Fuß der Armatur ausgelöst und auch wieder gestoppt. Der Hebel rechts am Fuß erlaubt, das Mischungsverhältnis von kaltem und warmem Wasser einzustellen.

 
Herbst/Winter 2001/2002: Diverse Orte

Auf einem meiner Streifzüge durch die östliche Vorstadt entdecke ich ein fast surreales Ensemble von Pumpe und Pflug auf einem Garagendach (vgl. Bild links). Es löst Erinnerungen an meine Kindheit in den fünfziger Jahren aus: Damals holten wir in unserem ostfriesischen Dorf das Wasser noch unter Einsatz von großer Muskelkraft aus dem Brunnen und der Pumpe auf dem eigenen Grundstück. Erst im Juli 1963 begannen die Arbeiten am Bau der Wasserleitung. In Bremen begann die Epoche der modernen Wasserversorgung 1873 mit dem Bau des Wasserwerks auf dem Stadtwerder, an das nach und nach alle Stadtteile angeschlossen wurden. An diese lange zurückliegende Zeit erinnert jener Balkon aus der Jahrhundertwende, der sich in der Scheibe wie in einem Zeitfenster spiegelt.
Meine frühen Erfahrungen mit der modernen Wasserleitung fallen mir ein, als ich auf dem Krankenhausgelände an einem Kunstwerk Wasserhähne entdecke, die wir nach dem Anschluß an die Wasserversorgung im Badezimmer und im Hof hatten. Wenn wir sie betätigten, brauchten wir nur noch einen geringen Teil der Muskelkraft, die wir für das Wasserholen aus dem Brunnen oder für das Pumpen brauchten. Das Wasser kam aber auch aus ungleich weiter entfernten Ort als der Grundwasserschicht unter dem eigenen Grundstück oder dem gemauerten Schacht, in dem das Regenwasser aufgefangen wurde. Dieses Wasser aus der Leitung war nicht mehr das 'eigene' Wasser. Es mußte bezahlt werden und kam - in meinem damaligen Bewußtsein jedenfalls - von irgendwo aus der Welt.
Dann erlebe ich im Toilettenvorraum eines Cafés in der Innenstadt das erste Mal, dass ich Wasser aus der Leitung 'zapfen' kann, fast ohne Muskelkraft aufzuwenden. Ich muß nur meine Hände unter den Wasserhahn halten und schon beginnt das Wasser zu fließen. Ich weiß nicht, woher das Wasser kommt. Ich spüre sein Gewicht nicht mehr, weil ich es nicht pumpen oder in einem Eimer nach oben ziehen muß. Ich weiß nicht einmal mehr, wie ich es erreiche, dass das Wasser aus der Leitung fließt, weil ich nicht genau weiß, wie jene Sensoraugen im Fuß des Wasserhahns funktionieren, wenn sie das Wasser freigeben.

Wasserrohrbruch an der Bismarckstraße

Weser, Fluß an der Stadt Bremen

Bitte schauen Sie sich auch die
Fotos von Jeremiah Stanley über die Mängel in der Wasserversorgung in Guatemala an.

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