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Ein Obdachloser in der Nacht

        
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Obdachloser in der Nacht an Bushaltestelle  
Einen Augenblick lang liest der Mann, der mir an der Straße begegnet ist, in einer Zeitung. Auf der Bank stehen Plastiktüten.



Ein Blick auf die Häuser, die sich hinter der Haltestelle befinden, an der in der Nacht der obdachlose Mann stand.
 
Am Tage: Ein Blick auf die Häuser, die sich hinter der Haltestelle befinden, an der in der Nacht der obdachlose Mann stand.


Am Tage: Ein Blick auf das Haus, das sich gegenüber der Haltestelle befindet, an der in der Nacht der obdachlose Mann stand.
 
Am Tage: Ein Blick auf das Haus, das sich gegenüber der Haltestelle befindet, an der in der Nacht der obdachlose Mann stand.


Am Tage: Ein Blick auf die Straße, an der sich die Haltestelle befindet, an der nachts der obdachlose Mann stand.
 
Am Tage: Ein Blick auf die Straße, an der sich die Haltestelle befindet, an der in der Nacht der obdachlose Mann stand.


 
19.01.2002 Bushaltestelle H.-H.-Meier-Allee, ca.21:30

Ich stehe in einer Nacht an der Kreuzung H.-H.-Meier-Allee/ Schwachhauser Ring. Ich möchte auf die andere Straßenseite zur Haltestelle der Linie 22 in Richtung Kattenturm. Ich bemerke, dass etwas hinter mir ein junger Mann von vielleicht 25 Jahren steht. Ich spüre, dass er als Obdachloser auf der Strasse lebt. Er macht keine Anstalten, die Strasse zu überqueren. Ich riskiere einen schnellen Seitenblick. Seine Hände sind rot, leicht geschwollen und dreckig. Er geht ein Stückchen weiter zur Haltestelle auf dieser Seite. Ich riskiere einen weiteren Blick. Seine Hose ist teilweise nass. Die Turnschuhe alt, völlig verdreckt und verschlissen. Er ist selbst für dieses milde Winterwetter zu leicht bekleidet.
Während ich die Strasse überquere, geht er langsam weiter zur Haltestelle auf seiner Seite. Er beginnt laut mit sich selber zu reden. Ich fange Bruchstücke von Sätzen auf, die von Zerstörung und Vernichtung handeln.
Als er an der Haltestelle angelangt ist, nehme ich Plastiktüten wahr, die dort (von ihm?) auf der Bank abgestellt sind. Er dreht sich von der Strasse weg und entfaltet eine große Zeitung. Eine halbe Minute scheint er darin zu lesen, dann faltet er sie wieder zu und dreht sich zur Strasse, um sich aber gleich wieder umzuwenden.
Ich trete hinter die Haltestelle. Von dort aus sehe ich an Rand des etwas entfernt liegenden Fußweges Schaltkästen. Ich lege meine Kamera auf den Schaltkasten. Der Mann hat sich wieder von der Straße abgewandt und die Zeitung wieder aufgeschlagen. Ich mache zwei Fotos von der Szenerie an der Haltestelle.

Ende Februar

Eines Abends sehe ich den obdachlosen Mann wieder. Er sitzt an einer Haltestelle in der Nähe des Viertels, in dem ich wohne. Ich erkenne ihn vor allem an seinen Schuhen wieder. Er liest halblaut in einer Zeitung. Neben ihm auf der Bank stehen wieder Plastiktüten.

vgl. auch

Begegnung mit einem Obdachlosen

'Autos nachts'

'Bänke'

Bilder aus Klein Mexiko Heft 3

Wieder besucht(2a)

Begegnungen 1

Goldene Zeiten

Bahnhofsmission

Umbrüche (13)

Nächste Folge 'Alltag in Bremen': Sonntag, den 17.03.2002

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