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Abschied von den Krämern Waltraud und Heinz Ahlers (1)

        
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 Hof der Kohlhöker Ahlers und Umfeld 1927  
Der Hof der Kohlhöker Ahlers grenzte direkt an Klein Mexiko, das sich zur Zeit der Aufnahme (1927) noch im Bau befand. Neben dem Hof stand (Pfeil) ein Haus, in dessen zweiten Stockwerk sich längere Zeit die Synagoge der Hastedter Juden befand. (Vergrößerung: in Auschnitt klicken!)
Foto: Nachbarschaft Hastedt

 
Vergrößerung:  Hof der Kohlhöker Ahlers mit angebauter Scheune 1927
1927:Hof der Kohlhöker Ahlers mit angebauter Scheune
(nächstes Bild: heutiger Zustand)
Foto: Nachbarschaft Hastedt






 

Kohlhöker-Hof Ahlers Zustand 2001
 
Vom eigentlichen Hof der Kohlhöker Ahlers ist nur der Flachbau in der Bildmitte geblieben. Daran schließt sich nach hinten die Scheune (mit Spitzgiebel) an. Rechts das Mietshaus mit dem Laden im Erdgeschoß.


 
Am 31.12.2001 haben Waltraud (57) und Heinz Ahlers (60) ihren Lebensmittel-Laden (Bei den drei Pfählen 14) nach 35 Jahren geschlossen. Ein Ort existiert nicht mehr, an dem die Menschen nicht nur einkaufen, sondern auch ein wenig gesellige Wesen sein konnten. (vgl. auch Discounter an der Kreuzung Stader Str./ Bismarkstr. und Ladenzeile 'Bei den drei Pfählen' )

Die Ahlers sind - nach eigenen Angaben - mindestens seit dem 18. Jahrhundert als Kohlhöker in Hastedt ansässig. Kohlhöker waren Bauern, die auf größtenteils gepachtetem Land Gemüse anbauten, das sie auf den Märkten in der Stadt und an Geschäfte verkauften. Ein Teil der Fläche, auf der Klein Mexiko errichtet wurde, wurde von den Ahlers bewirtschaftet. Bis in die 60ger Jahre 'ackerten' (Originalton Heinz Ahlers) sie ab halb vier morgens auf Pachtland im Bereich des heutigen Schulzentrums Julius-Brecht-Allee sowie auf Pachtland, das gegenüber dem Schulzentrum auf der anderen Seite der Julius-Brecht-Allee lag. Das Gemüse mußte vor Sonnenaufgang geerntet werden, damit es frisch zum Kunden kam.

Kohlhöker Hermann Ahlers auf dem Pferdewagen

Zum Transport wurde noch bis nach dem 2. Weltkrieg Pferd und Wagen benutzt. Das obige Foto zeigtden Kohlhöker Hermann Ahlers, den Vater von Heinz Ahlers, mit einer Erntehelferin auf dem Pferdewagen.
Zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden die bis dahin landwirtschaftlich genutzten Flächen immer mehr bebaut. Die Kohlhöker hatte in der Stadt immer weniger Grundlage. Die Ahlers errichteten 1966 auf ihrem Grundstück an der Straße 'Bei den drei Pfählen' ein fünfgeschossiges Haus mit vier Mietwohnungen sowie einem Ladenlokal mit angeschlossener Wohnung im Erdgeschoß. In Ladenlokal und Wohnung wollte ein Lebensmittelhändler aus der Nachbarschaft einziehen, der neue Geschäfts- und Wohnräume brauchte. Aber der Lebensmittelhändler ging Pleite. Heinz Ahlers entschied sich gegen die Landwirtschaft und für ein Leben als Kaufmann. Doch lassen wir Waltraud Ahlers und ihren Mann selbst erzählen.

Teil 2: Interview mit den Ahlers

vgl. auch
Neues aus Klein-Mexiko: Resthof Ahlers, Bei den Drei Pfählen, abgerissen

Ein altes Café schließt

Nächste Folge 'Alltag in Bremen':
(wegen des Spezials erst wieder)
Mittwoch, den 27.03.2002


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Archiv: Alle Folgen 'Alltag in Bremen'

Literatur:

Zur Geschichte der Landwirtschaft in Hastedt:
Nachbarschaft Hastedt e.V.: Ein Dorf wird zum Stadtteil. Bremen 1990
Bezugsquelle: Wilhelm D. Rathjen, Hastedter Heerstr. 219, 28207 Bremen

Zur erwähnte Synagoge neben dem Ahlershof:
Anne Dünzelmann: Juden in Hastedt. Bremen 1995


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