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Folge 21/2002, Bremen, den 24.04.2002

Ein Schuhgeschäft im 'Viertel' in Bremen


        
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Schuhgeschäft an der Straße 'Vor dem Steintor'in Bremen
 
Das Schuhgeschäft von Dieter Hankel liegt an der Straße 'Vor dem Steintor', also mitten im Viertel.














Angebot an Schuhen wird ergänzt durch modische Einzelstücke aus dem Bereich Damenoberbekleidung
 
Das Angebot an Schuhen wird ergänzt durch modische Einzelstücke aus dem Bereich Damenoberbekleidung.













Schuhgeschäft im Viertel mit viel Holzdekor und Bildern
 
Das Schuhgeschäft im Viertel ist mit vielen gestalterischen Elemente wie Holzdekor und Bildern versehen.






 
Mitte März 2002
Mir fällt auf, dass ein Schuhgeschäft, das mehrere Jahrzehnte im Viertel (vgl. auch 'Schneisen, 3' ) ansäßig war, seine Pforten schließt. Ich führe ein Gespräch mit dem Kaufmann. Eine Reportage kommt letztlich nicht zustande.

17.04.2002
Da ich mich frage, wie andere Schuhgeschäfte in dieser Lage existieren, verabrede ich mich mit Dieter Hankel (59) , um ein wenig über sein Konzept des Schuhe-Verkaufens zu erfahren. Seine Familie betreibt seit 1903 Schuheinzelhandel in Bremen. An der Straße 'Vor dem Steintor' ist das Unternehmen seit 1956 ansäßig. Der Schuhhändler ist ein freundlicher, grauhaariger Mann mit besonnenem Auftreten.
Das Schuhgeschäft ist hell und mit vielen gestalterischen Elemente wie Spiegeln, Holzdekor, Bildern und farblich abgestimmten Sitzgelegenheiten versehen. Vier langjährige, teilzeitangestellte Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Kunden.
Der Schuhhändler bezieht die Schuhe nicht über Großhändler oder Importeure, sondern er kauft fünf- bis achtmal pro Jahr seine Waren u.a. vor Ort in italienischen, französischen und spanischen Schuhfabriken. Ferner besucht er die vier saisonalen Hauptmessen in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Drei Viertel seiner Lieferanten sind langjährige Geschäftspartner, mit denen er vorwiegend in englischer Sprache verhandelt. Er führt vorwiegend Schuhe, deren Stil sich eng am jeweiligen Zeitgeschmack orientieren und eher etwas für den ein wenig besser gefüllten Geldbeutel sind. Das Angebot an Schuhen wird ergänzt durch modische Einzelstücke aus dem Bereich Damenoberbekleidung. Durch diese Spezialisierung belegt er eine Marktnische: Die Großen der Branche, etwa die Schuhhausketten in den neuen Einkaufszentren am Stadtrand, führen vorwiegend das Angebot für die breite Masse der KäuferInnen. Er bedauert es, dass ausländische Geschäftsleute, etwa mit Sonderpostenmärkten, mehr Kundschaft ins Viertel ziehen, die eher billigere Ware suchen. Die Information, dass einer der Sonderpostenmärkte in seiner Nachbarschaft von einem deutschen Unternehmen betrieben wird, überrascht ihn.
Er nutzt moderne Informationstechnologie für sein Geschäft. Mit einer Digitalkamera fotografiert er die bestellten Schuhe schon beim Hersteller. Die Bilder stellt er in die Angebotsgalerie auf seiner jüngst eingerichteten Internetseite ein, auf der auch die Filiale des Unternehmens in der Sögestraße vorgestellt wird. Es gibt bereits Kunden, die über das Internet bestellen.
Allgemein schätzt er die Kaufbereitschaft als gut ein. Seiner Ansicht nach gibt es aber im Viertel viel zu wenig Plätze, an denen mögliche Kunden ihr Auto parken könnten.

vgl.

Der Knopfladen

Die neue Allgegenwärtigkeit von Informationen

Fotonotizblock: Umbrüche (10)

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Sonntag, den 28.04.2002


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