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Nr. 24/2013, Bremen, den 29.11.2013, Nr. 390,   11 Jahre kleinmexiko.de: Danksagung

Ein Abfallsammler und ein Pfandflaschensammler

        
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ALLTAG IN BREMEN
FOLGE 024-13:
EIN ABFALLSAMMLER UND EIN PFANDFLASCHEN- SAMMLER




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Fahrradanhänger eines Abfallsammlers, gesehen in Bremen/ Klein-Mexiko
Dieses Foto ist in Klein-Mexiko entstanden: Es zeigt das Fahrrad und den Anhänger eines Mannes, der offenbar Altmetall und Gegenstände sammelt, die andere Menschen als Abfall weggeworfen haben. Der Anhänger ist nicht mit einer Kupplung mit der Sattelstütze, sondern durch ein elastisches Band mit Rahmen und Sattel verbunden. Im Anhänger, der auch ein Eigenbau zu sein scheint, befinden sich prall gefüllte Plastiktüten und eine Dachrinne, die in der Mitte geknickt worden ist.

  Der Mann, der das Gespann führt, ist zwischen dreißig und vierzig Jahre alt, klein und quirlig. Er trägt ein Smartphone mit Freisprecheinrichtung bei sich, in das er fast unnunterbrochen in einer Sprache hineinspricht, die sich als eine slawische Sprache vom Balkan herausstellt. In den Telefon-Sprechpausen erzählt er mir in makellosem Deutsch, was sich in den Tüten befindet und was er mit dem Inhalt der Tüten macht: Er verkauft ihn auf dem Flohmarkt.

Fahrradanhänger eines Pfandflaschensammlers, gesehen in Bremen/ Schwachhausen
Dieses Gespann habe ich in Schwachhausen auf einem nächtlichen Streifzug um 4:00 Uhr in der Frühe fotografiert. Es besteht aus einem schwer beladenen Fahrrad und einem offenbar auch selbst gefertigten Anhänger. Auf den Anhänger sind noch Kisten gestapelt, Säcke und Tüten gepackt und ein Einkaufstrolley gehängt. Auf dem Einkaufstrolley liegt noch ein Plastiksack. Eine Anhängerkupplung habe ich auf dem Bild nicht entdecken können. Der Mann, der das Gespann fuhr, war ebenfalls zwischen dreißig und vierzig Jahren alt. Er war seit dem Vortag schon viele Stunden unterwegs und hatte Pfandflaschen gesammelt.

  Ob er mit dieser Tätigkeit auch nur im entferntesten den gegenwärtig viel diskutierten Mindestlohn von acht Euro und fünfzig Cent erreichen kann, darf man bezweifeln. Ich habe dem Pfandflaschensammler, den ich vor einer Weile porträtiert habe, von dem eindrucksvollen Gespann erzählt, als ich ihn einmal zufällig wieder traf. Er kannte den 'Kollegen', hatte aber nur Verachtung für ihn übrig: Der Mann müsse den ganzen Aufwand treiben, weil er die Flaschen in seinen Plastiktüten nicht platzsparend stapeln könne.




Ein Flaschensammler und Katzenfreund

Bitte werfen Sie auch einen Blick auf Charlie Dittmeiers Bericht über Abfallwirtschaft in Kambodscha. Der Bericht datiert vom 29 August 2010. Der Link führt auf die letzte Notiz des Tagebuches. Bitte nach unten scrollen!
 
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Freitag, den 13.12.2013

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