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Folge 26a/2005, Bremen, den 07.10.2005 (Nr. 200)  3 Jahre kleinmexiko.de: Danksagung

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24.8.2005
Ich besuche die Wohnanlage 'Wohlers Eichen' in Oslebshausen. Das ist ein gewaltiges, langgestrecktes, steilwandiges Betongebirge. Es sieht aus wie eine riesige Burg. Die Treppenhäuser erinnern an Wehrtürme. In dieser Burg befinden sich - nach meiner Zählung - 16 Hausnummern. Jede Hausnummer hat maximal 16 Wohnungen. Insgesamt sind es also gut 250 Wohnungen.
 
Die Burg hat im vorderen Teil eine Tordurchfahrt. Über der Tordurchfahrt sind zur Orientierung die Hausnummern angegeben. Wenn man durch das Tor nach links geht, findet man die Hausnummern 30 bis 38, wenn man durch das Tor nach rechts geht, kommt man zu den Hausnummern 39 bis 59.
 
Es ist ein sehr warmer Tag. Als ich die lange Reihe der Hauseingänge inspiziere, sehe ich viele kaputte Klingelschilder an den Türen. Zahlreiche Kinder spielen vor den Hauseingängen oder auf den Spielplätzen. Von den Menschen, die kommen und gehen, sind offensichtlich nicht wenige Ausländer. Aus einer Wohnung ertönt laut eine melancholische orientalische Musik.
 
Als ich etwas genauer hinsehe, fällt mir auf, dass doch eine größere Anzahl von Wohnungen leerzustehen scheint. Ich spreche zwei Bewohnerinnen an. Eine erzählt mir ungefragt von bedeutenden Leerständen. Die andere bestätigt das.
 
Gegenüber der Toreinfahrt ist ein kleiner Laden. Ein benachbartes Ladenlokal steht leer. Ich gehe in den kleinen Laden. Auf den ersten, flüchtigen Blick sehe ich viele Erfrischungsgestränke und Naschkram in den Regalen. Die Leute in dem Laden sind offenbar orientalischen Ursprungs. Ich frage nach dem leerstehenden Geschäft. Zuletzt sei ein Internetcafé mit Callcenter darin gewesen.
 

 
Mein Weitwinkel erfasst nur eine Teilansicht der Wohnanlage 'Wohlers Eichen'. Im Vordergrund sieht man das fast leere Parkdeck.
 
Die Leute erzählen mir etwas über die Wohnanlage. Der Wechsel unter den Mietern sei groß. Es lebten zahlreiche kinderreiche Familien hier. Es gebe aber keine richtige Einkaufsmöglichkeit in der Nähe. Die meisten Familien hätten kein Auto. Also sei es schwierig, große Einkäufe zu transportieren.
 

 
Hausnummern am Tor der Wohnanlage
 
Während meines Aufenthaltes habe ich die ganze Zeit aus der Ferne metallische Geräusche gehört. Auf dem Rückweg fahre ich zunächst in die Richtung, aus der die Geräusche kommen.
 

 
Hafen- und Bahngelände hinter der Wohnanlage
 
Ich entdecke fast unmittelbar hinter der Wohnanlage einen Güterbahnhof und dahinter Hafenanlagen.
 
30.08.2005
Ich mache mich erneut auf den Weg zu Wohnanlage. Kurz vor meinem Ziel muß ich eine lange Straße hinunter fahren. An dieser Straße stehen etliche, kleine Häuser, die denen in meiner Siedlung ähneln. Zwei ältere Frauen stehen vor einem Haus und unterhalten sich.
 
Ich komme mit ihnen ins Gespräch. Eine Frau erinnert sich. Die Wohnanlage 'Wohlers Eichen' ist vor etwa dreißig Jahren gebaut worden. Damals waren die Häuser und Wohnungen sehr gepflegt. Sie hatte damals ins Auge gefaßt, dort ihr Altersdomizil aufzuschlagen.
 
Als ich die Tordurchfahrt der Wohnanlage durchquert habe, treffe ich auf einen etwa dreißigjährigen Mann. Er führt ein etwa zweijähriges Kind an der Hand . Der Mann ist Kosovo-Albaner. Er wohnt seit zwei Jahren hier. Seine Wohnung ist 75 qm groß. Er bezahlt etwa 500 Euro Warmmiete. Er habe immer Nachzahlungen entrichten müssen.

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