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Folge 27/2005, Bremen, den 21.10.2005 (Nr.201)  3 Jahre kleinmexiko.de: Danksagung

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Wieder besucht (16)

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Die Kreuzung, die auf dem folgenden Foto zu sehen ist, habe ich zuletzt im Mai 2002 besucht. Aus 60 Schritten Entfernung und aus der Fußgängerperspektive habe ich damals beschrieben, was ich gesehen habe(vgl 60 Schritte (2), rechtes Foto). Jetzt habe ich mir die Kreuzung aus der Vogelperspektive angeschaut. Ich habe eines der oberen Stockwerke des Sparkassengebäudes an der Kreuzung betreten können. Von dort habe ich ein Foto gemacht.
 

 
Blick auf die Kreuzung Schwachhauser Ring /Schwachhauser Heeerstraße
 
Die Sicht aus der Perspektive des Fußgänger zeigt zwar Entfernungen aber nicht die Größe der Fläche. Aus der Vogelperspektive sieht man erst, dass die eigentliche Kreuzung eine riesige, versiegelte Fläche ist. Die Fläche hat nur eine Funktion: Die Autos und Straßenbahnen fahren über sie hinweg.
 
Diese Funktion ist auf eine Gruppe von Menschen bezogen, die autofahrenden und straßenbahnfahrenden. Sie hat keine geplante Funktion für andere Menschen und Lebewesen. Ein Stück Wiese mit Bäumen darauf ist Lebensraum für viele Organismen. Sie ist Teil eines Ökosystems. Fußgänger und andere Lebewesen können die Kreuzungsfläche nicht betreten, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben.
 
Die Kreuzung ist ein Stück Autobahn mitten in der Stadt. Sie ist eine fast geschlossene Materialdecke, die großes Gewicht und starken Abrieb aushalten muß. Sie saugt im Sommer die Hitze auf wie ein Schwamm. In Bremen (etwa 540 000 Einwohner) gibt es etwa 5000 große und kleine Straßen. Fast alle dürften befestigt sein. Es dürfte weit über 100 Kreuzungen geben, die ungefähr so groß sind wie diese.
 
Die Fußgängerüberwege und die Radfahrerüberwege bestehen teilweise aus aneinandergefügten Platten. Die Flächen sind keine völlig versiegelten Flächen. In den Ritzen wächst gelegentlich noch ein kleines Pflänzchen, weil Sand unter den Steinen liegt ist.
 

 
Der Mensch, der mit dem große Auto fährt, belastet den Untergrund viel mehr als ein Radfahrer.
 
Die Fußgängerüberwege müssen kein so großes Gewicht tragen wie die Fahrbahn. Der Mensch, der Fahrrad fährt, drückt nur wenig auf den Untergrund. Der Mensch, der mit dem große Auto fährt, belastet den Untergrund viel mehr. Sehr oft fährt auch nur eine Person in einem großen Auto. Um das schwere Auto mit meistens nur einer Person zu bewegen, wird sehr viel Kraft und Energie aufgewendet.
 

 
Den Autofahrern wird noch einmal durch einen dicken Balken gezeigt, wie weit sie maximal an die Fußgänger- und Radfahrerüberwege heranfahren dürfen.
 
Je stärker und schneller ein Verkehrsmittel rein physikalisch gesehen ist, desto mehr muß es im Verkehr geführt werden und von den schwächeren abgeschottet werden. Den Autofahrern wird noch einmal durch einen dicken Balken gezeigt, wie weit sie maximal an die Fußgänger- und Radfahrerüberwege heranfahren dürfen.
 
Hohe Geschwindigkeit läßt keine Zeit zu individueller Verständigung. Deshalb gibt es für die verschiedenen Richtungen, in die die Autos fahren, eigene Spuren und Ampeln. Jeder Verkehrsteilnehmer sieht erst einmal auf die Zeichen, die ihn führen.
 
Das Foto der Kreuzung zeigt noch eine andere schlichte Tatsache. Die eigentliche Sphäre des Menschen ist äußerst flach, darüber ist sehr viel Raum.
(wird fortgesetzt)

vgl. auch:

Störungen 1

60 Schritte

Plätze 11

Eine Kreuzung in Phnom Penh, Eintrag mit dem Titel 'Grid lock' in ein Online-Tagebuch 'Daily Life in Cambodia' am 10. Februar 2005
Der Link führt auf die jeweils letzte Eintragung des Tagebuchs!


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Dienstag, den 1.11.2005


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