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Folge 41/2003, Bremen, den 04.09.2003 (Nr.120)   1 Jahr kleinmexiko.de: Danksagung

Wieder besucht (5)
 

        
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September 2003: Bismarckstraße

Dass ich mich nicht eher gerührt habe, ist eigentlich eine Schande für mich: Fast jeden Tag komme ich an dem Vorwegweiser an der Bismarckstraße/ Ecke Wupperstraße vorbei, dessen Entstehung ich im letzten April in der Kolumne Das Fundament 2 dokumentiert habe. Zwei Sommer lang habe ich schweigend fast täglich mitangesehen, dass dieses große Verkehrsschild zu einem nicht geringen Teil von einem Baum verdeckt wird. Von 'Wiederbesucht' oder plötzlicher Revision kann eigentlich nicht die Rede sein.
 
Mir steht es also auch nicht zu, Häme über die MitarbeiterInnen städtischer Behörden und Betriebe auszugießen, die einen solchen 'Schild'-Bürgerstreich zwei Sommer lang geduldet haben. Im Gegenteil: Der städtische Eigenbetrieb Stadtgrün hat mit begrenzten Mitteln eine gewaltige Menge an Aufgaben zu bewältigen. Zu den Routinearbeiten wie Zurückschneiden von Bäumen kommen viele andere Aufgaben: Planung und Bau von Spielplätzen (z.B. Johann-Bornemacher-Str., Vasmerstr.), Pflanzaktionen zur Stadtteil-Verschönerung (wie demächst in der Vahr), Bekämpfung der giftigen Herkulesstaude und Aufräumaktionen (Blumenzwiebeln pflanzen, neue Fußballtore einbetonieren, Straßenschilder reinigen, Bänke streichen und Schulhöfe aufräumen) usw. usw.. Als ich Herrn Brandewiede von Stadtgrün auf das verdeckte Verkehrsschild aufmerksam mache, sagt er mir gleich zu, sich des Falles anzunehmen. (vgl. Wieder besucht (6))
 
Nun hatte ich insgeheim wegen meiner Nachlässigkeit ein etwas schlechtes Gewissen. Meine Seele hat sich zunächst auf die übliche Weise geholfen: Ich setzte mich aufs hohe Ross und sagte mir: 'Typisch! Tausende von Euro in den Sand gesetzt!' Aber dieser Hochmut hatte auch ein gutes, denn 'Tausende' ist kein besonders guter Begriff, mit dem man an die Öffentlichkeit gehen kann.

 
Vorwegweiser an der Bismarckstraße
 
Von der Fahrbahn aus ist dieser Vorwegweiser an der Bismarckstraße nur zum Teil lesbar.

Johannes Heine vom Amt für Straßen und Verkehr konnte mit fundierten Zahlen weiterhelfen: Ein solcher Vorwegweiser kostet 'mit allem Drum und Dran' etwa zehntausend Euro. Für mich war erstaunlich, dass für das eigentliche Schild allein schon fünftausend Euro anfallen. Bei seiner Herstellung ist sehr viel präzise Handarbeit nötig.

vgl.
Fundament für ein großes Verkehrsschild

Blickwinkel (1)

Wieder besucht (1)

Wieder besucht (2)

Wieder besucht (3)

Wieder besucht (4)

Wieder besucht (6)

Wieder besucht (7)

Wieder besucht (8)

Wieder besucht (9)


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