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Folge 57/2002, Bremen, den 15.09.2002       Interessant: 'Zu Besuch auf dem Lande'

Schneisen (2)
 

        

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Ich habe Orte aufgesucht, an denen sich mehr oder weniger große Schneisen für den Verkehr in der Stadt befinden. Besonders haben mich an diesen Orten die Übergänge für Fußgänger interessiert.

 
Im Teil 1 habe ich Übergänge an der Kurfürstenalle und der Konrad-Adenauer-Allee vorgestellt. Alle dargestellten Übergänge sind mit Haltestellen für Bus oder Straßenbahn gekoppelt.

          
 


Auch die Bismarck- und Stresemannstraße bilden eine Verkehrsschneise durch die Stadt. Diese Schneise ist aber keine Schnellstraße. Sie hat keinen unmittelbaren Anschluß zu einer Autobahn. Der Verkehrsfluß wird an zahlreichen Kreuzungen im Rhythmus der Ampelschaltungen gestoppt und wieder freigegeben. Ich habe hier die Kreuzung mit der Stader Straße und einen Fußgänger-Übergang (Bild oben) betrachtet. Die Blickrichtung war wieder Osten. Der Autoverkehr wird außer im Kreuzungsbereich in zwei Spuren je Fahrtrichtung geführt. Der Mittelstreifen besteht lediglich aus einer Markierung. Ich schätze, dass hier zum Beispiel nachmittags zwischen 15:00 und 16:00 etwa 3000 Autos durchbrausen. Es herrscht ein dauernder, etwas auf- und abschwellender Lärm, der von beiden sich kreuzenden Verkehren gespeist wird. Der Strom der Autos auf der Bismarckstraße wird durch Wagen aus der Stader Straße verstärkt und umgekehrt. Der Radweg wird auf der linken Seite von der Fahrbahn außer im Kreuzungsbereich durch einen Grünstreifen abgetrennt, der mit Bäumen und Pfählen (gegen wildes Parken) versehen ist. Dann folgt abgetrennt durch eine Baum- und Buschreihe der breite Bürgersteig. Unterbrechungen in der Baum- und Buschreihe ermöglichen die Zufahrt zu den anliegenden Grundstücken. Etliche dieser Zufahrten sind aber durch Pfähle oder eine Schranke nur für Anlieger nutzbar. Anlieger das sind hier zum Beispiel ein großer Verbrauchermarkt(links im weißen Gebäude), Arztpraxen, ein Architektenbüro, ein Dentallabor, ein Videoverleih, ein Hifi-Laden und viele Menschen, die in meist mehrgeschossigen Blocks wohnen.
Auf der rechten Seite wird der Fußgänger im kreuzungsnahen Bereich des Bürgersteiges durch Gitter sanft dazu angehalten, die Straße nur auf dem markierten und durch Ampeln gesicherten Überweg zu queren. Die Radfahrer haben einen separaten Überweg mit Ampel. Dies ist sinnvoll, da es hier in dem beobachteten Zeitraum etwa 300 Fußgänger und ebensoviele Radfahrer pro Stunde gibt.Da kann nicht immer gegenseitige Rücksichtnahme vorausgesetzt werden. Die Fußgänger streben in der Regel dem Verbrauchermarkt zu oder kommen von dort. Zu Fuß geht der Mensch normalerweise auch zu den kreuzungsnahen vier Haltestellen der Linien 25 (an der Bismarckstraße) und 22 (an der Stader Straße)
vgl. auch. Schachtel für Teleskop-Schlagstock
Sichtbar belebt ist nur der Bereich um die Kreuzung herum bis zu den Haltestellen, im weiteren Verlauf des Bürgersteiges sieht man nur vereinzelte Fußgänger (vergl. Darstellung dieses Bürgersteiges in 'Augenhöhe 110, 2' ).

 


Der Bürgersteig ist nur im Kreuzungsbereich ein Ort, an dem man sich treffen kann. Auch die Kommunikation mit der Werbung findet hier statt: In diesem Bereich steht auch eine Litfaßsäule. Unmittelbar am Fahrbahnrand verläuft ein Trampelpfad vom Überweg zur Haltestelle der Linie 25 (Richtung Tenever). Dieser Pfad führt unmittelbar an der Litfaßsäule vorbei (gegenwärtig mit Wahlwerbung beklebt, vgl. Bild oben, linkes und rechtes Teilbild). Der Trampelpfad ist offenbar von Menschen getreten worden, die noch ganz schnell den Bus erreichen wollten und keine Zeit mehr hatten, den Umweg entlang der Absperrungen und über den Bürgersteig zu nehmen.
An den rechten Bürgersteig schließen sich die Flachen des Spielplatzes der Westfalensiedlung an. Der Spielplatz (vgl. auch 'Augenhöhe 110, 1' ) ist somit auch eine Art Pufferzone zum Lärm und den Abgasen der Bismarckstraße. In dieser Pufferzone dürfen die 'lieben Kleinen' spielen. An den Spielplatz schließt sich das Gelände der Althastedter Kirche an. Hinter dem Grünstreifen mit dem Spielplatz liegt die Westfalensiedlung, auch Klein Mexiko genannt. Klein Mexiko besteht aus 377 kleinen Reihenhäuschen, die an zahlreichen schmalen Stichwegen liegen, welche ihrerseits wieder in zwei sich kreuzenden Zentralstraßen münden. Früher gab es an der Kreuzung dieser Zentralstraßen noch einen kleinen Laden (vgl. Leserbrief von Burghardt Adam). An der Parallelstraße zur Bismarckstraße, 'Bei den drei Pfählen', existierte bis Ende 2001 noch ein großer Krämerladen, der aber aus Altersgründen aufgegeben wurde. Seitdem ist der Discounter auf der gegenüberliegenden Seite der Bismarckstraße der nächste Lebensmittelladen. Die Bismarckstraße verläuft hier an einem Stück Stadt entlang, das schon ewtas den Charakter eines zusammenhängenden Viertels mit Wohnhäusern, Geschäften und kulturellen Gemeinschaftseinrichtungen (Kirche, Schule an der Stader Straße) hat. Entsprechend herrscht auch schon mehr 'Leben' als anderorts. Kreuzungen wie die hier vorgestellte sind belebende Elemente einer Stadt, weil sie den Verkehrsfluß verlangsamen, Begegnungen erzwingen/ ermöglichen,Konfliktregelung und Rücksichtnahme fordern. Kreuzungen ziehen Geschäfte und damit auch Menschen an. Auch die Werbung kann hier auf mehr Beachtung rechnen.


wird mit der nächsten Folge fortgesetzt:
Vor dem Steintor

vgl.:

Gehör finden (8)

Geschichte der Siedlung 'Klein Mexiko' und ihr heutiges Alltagsleben

Nächste Folge 'Alltag in Bremen':
Mittwoch, den 18.09.2002


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