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Folge 60b/2002, Bremen, den 25.09.2002       Interessant: 'Zu Besuch auf dem Lande'
Wegen des Spezials erscheint die nächste Folge am 03.10.2002

Die Zeile (b)
 

        
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Im ersten Teil meiner kleinen Bestandsaufnahme habe ich Peter Müller, den Besitzer der Grillgaststätte 'Hennys Gute Stube', und Abla Sandawi vom Sandawi-Basar gefragt, wie sie mit ihren Geschäften in der der kleinen Ladenzeile 'Bei den drei Pfählen' über die Runden kommen.

 
Im zweiten Teil erzählen mir ihre Nachbarn, der Optiker Dietrich Segebade und die Juwelierin Claudia Busch-Winckelmann, von ihren Erfahrungen an diesem Standort.


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Claudia Busch-Winckelmann vor ihrem kleinen Juwelierladen.

Auch Frau Busch-Winckelmann habe ich nach ihrer geschäftlichen Situation gefragt:

Klein Mexiko: Frau Busch-Winckelmann, wie laufen die Geschäfte?

Caudia Busch-Winckelmann: Es könnte besser sein. Aktuell geht es nach dem Sommerloch im Juni und Juli jetzt wieder aufwärts. Aber generell läuft das Geschäft außer gelegentlichen Verkäufen von Schmuck und Uhren im wesentlichen über Reparaturen und Verkauf von Ersatzteilen wie etwa Batterien. In den fünf Jahren, in denen ich das Geschäft führe, sind die Umsätze ständig rückläufig, gelegentlich bis zu fünfzehn Prozent pro Jahr.

KM: Wo liegen die Ursachen?

C. B.-W.: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es nicht einfach, Luxusgüter wie Schmuck zu verkaufen. Es gibt in unmittelbarer Nähe der Geschäfte keine Parkplätze. Die Baustelle in der Stader Straße schneidet uns noch weiter vom Verkehr ab. Demnächst kommt noch eine große Baustelle: Die Straßenbahnschienen sollen neu verlegt werden.

KM: Was tun Sie selbst, um Ihre Situation zu verbessern?

C. B.-W.: Ich versuche mit Angeboten auf meinen Laden aufmerksam zu machen, zum Beispiel mit Angebotswochen - Batteriewechsel 4,- Euro, günstige Reparaturen usw..Wenn es hier allerdings noch schwieriger wird, werde ich über einen Standortwechsel nachdenken müssen.

KM: Was müßte sich in der Umgebung des Ladens ändern?

C. B.-W.: Hier müßten in unmittelbarer Nähe der Geschäfte Parkplätze geschaffen werden. Seit der Schließung des Ahlerschen Ladens gibt es auch kein Lebensmittelgeschäft mehr an der Straße. Die Zeile hier ist dadurch weniger belebt. Gerade ältere Menschen, die ja auch zu meinen Kunden zählen, bedauern das sehr. Es müßte hier mehr anspruchsvolle Fachgeschäfte geben.

(vgl.: Abschied von einem Krämer und Leserbrief von B. Adam; die Redaktion)

 


Das Augenoptik-Geschäft wird von Dietrich Segebade betrieben.

Auch der Optiker berichtet von der Situation seines Geschäftes .

Klein Mexiko: Herr Segebade, wie laufen die Geschäfte?

Dietrich Segebade: Gut.

KM: Was sind die Ursachen für den Erfolg?

D.S.: Wir halten den Standard der Beratung so hoch wie möglich. Am deutlichsten können wir unsere Leistungsfähigkeit dadurch beweisen , dass wir Augenprüfungen anbieten und anschließend die entsprechenden Gläser und die gewünschte Brille liefern. Natürlich legen wir den Kunden nahe, auch die medizinischen Seite des Ganzen wie Messung des Augendrucks und Untersuchung des Augenhintergrunds vom Arzt/ der Ärtzin prüfen zu lassen. Ein weiteres Spezialgebiet ist die Anpassung von Kontaktlinsen.

KM: Nun gibt es ja im Gesundheitsbereich auch die Sitte, dass ÄrztInnen ihren PatientInnen bestimmte Dienstleister empfehlen. Hat das auch zum Erfolg beigetragen?

D.S.: Mein Team und ich haben das Geschäft autark aufgebaut.

KM: Was tun Sie, damit Sie erfolgreich bleiben?

D.S.: Wir feiern im nächsten Januar zwanzigjähriges Bestehen. Danach modernisieren wir den Laden. Wir setzen alles daran, ein so gutes Team zu bleiben wie wir es gegenwärtig sind.

KM: Was müßte sich vor Ihrer Tür ändern, damit das Quartier belebter wird?

D.S.: Im Nahbereich der Ladenzeile müßten Parkplätze geschaffen werden. Es müßte wieder qualifizierter Fachhandel angesiedelt werden.

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vgl. Wieder besucht 12

Leerstehende Ladenlokale nahe einer Vorstadtkreuzung

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