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Folge 69b/2002, Bremen, den 10.11.2002
Wegen dieses Spezials nächste Folge Sonntag, den 17.11.2002
        
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Dann aber fällt mir ein, dass diese Bezeichnung an deutschen Universitäten für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften steht. Diese Fakultät ist hier in einem langezogenen, wellenähnlich gebautem Haus untergebracht. Ich nähere mich dem turmförmigen, spiegelverglasten Eingangsbereich. Zwei Studenten stehen vor der Tür und unterhalten sich in Englisch. Ich möchte mich mit meinem Englisch nicht blamieren und gehe weiter.


Der 'Zen'-Garten am Foyer des Fachbereichs Wirtschaftswissen-schaften

Neben dem Eingangsbereich befindet sich eine kleine Grünfläche mit einer kleingewachsenen Kiefer, verschiedenen Gräsern, Felsbrocken und Kieselsteinen. Das Ensemble erinnert an einen japanischen (Zen-)Garten.
Ich gehe weiter und gelange schließlich auf einen Platz, an dem zwei Gebäude stehen, die unverbundenen Viertelkreisen ähneln. An den Häusern ist die Aufschrift 'Bremer Forum' zu lesen. Ich gehe in eines hinein. Am späten Nachmittag ist es hier schon ein wenig ausgestorben. Als ich mich zum Gehen wende, werde ich von einer jungen Dame, die ins Foyer kommt, nach meinem Anliegen gefragt. Sie drückt mir mit einem freundlichen Lächeln und ohne große Nachfrage umfangreiches Prospekt-Material über das 'Bremer Forum' in die Hand.


Auch der Platz im Bereich des Bremer Forums ist gärtnerisch ansprechend gestaltet.

Als ich auf dem Platz ein Foto eines Hauses mache, kommt ein schicker Sportwagen angefahren. Ein junger, weltgewandt wirkender Mann mit schwarzer Ledertasche steigt aus. Ich frage ihn nach dem Bremer Forum. Auch er bietet mir an, Infomaterial zu besorgen.

01.11.2002
Ich rufe vormittags in der Denkfabrik an, um nähere Informationen zu Haus und Unternehmen zu bekommen. Mittags meldet sich Dr. Günther Diekhöner, der Gründer der Denkfabrik, bei mir. Er gibt mir zunächst Informationen zum Haus. Das Gebäude, das im Dezember 1996 bezogen wurde, war das erste, konsequent nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtete Bürohaus in Bremen. Es verbraucht nur etwa die Hälfte der Energie, die für konventionell gebaute Häuser vergleichbarer Größe aufgewandt werden müssen.
 
Strom wird zum Beispiel durch eine Photovoltaik-Anlage erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist. Der Verkaufpreis der eingespeisten Kilowattsstunde ist durch staatliche Förderung höher als der Preis, zu dem im Gegenzug wieder Strom aus dem Netz entnommen wird. Da im Hause auch bewußt sparsam mit Strom umgegangen wird, bezieht die Denkfabrik ihren Strom praktisch zum Nulltarif. Eine Anlage zur automatisch kontrollierten Raumlüftung verringert den Energiebedarf gegenüber Häusern ohne ein solches System um über die Hälfte. Die warme, verbrauchte Luft wird dazu genutzt, die einströmende Frischluft zu erwärmen. 600 qm Dachbegrünung dienen als Sauerstoffspender und Temperatur-Klimaregler ohne zusätzlichen Energieaufwand. Aufgrund konsequenter Mülltrennung - so Dr. Diekhöner - wird auf den 1400 qm Bürofläche so wenig Restmüll erzeugt wie in einem Ein-Personen-Haushalt.
Am Ende sprechen wir noch ein wenig über die Arbeit, die -wie Dr. Günther Diekhöner betont - in diesem 'guten Klima' geleistet wird. MitarbeiterInnen der Denkfabrik beraten Unternehmen, die ein höheres technologisches Niveau als bisher vorhanden erreichen wollen. Dabei werden alle relevanten Abläufe im Unternehmen betrachtet. Vorhandenes und Neues sollen sinnvoll miteinander verbunden werden.
Um solche Entwicklungsprozesse in einem Unternehmen auch umfassend in Gang zu bringen, ist eine Schulung der MitarbeiterInnen oft unumgänglich. Daher bietet die Denkfabrik Trainings im Bereich Management und EDV an.
Ferner ist die Denkfabrik beratend tätig bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Hier fließen naturgemäß Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung in die Arbeit ein.


In diesem halbkreisförmigen Bau ist ein Teil des Bremer Forums untergebracht.

Diese gegenseitige Verzahnung von unternehmerischer Praxis und wissenschaftlicher Erkenntnis ist auch Ziel des Bremer Forums. Das kann ich den Unterlagen entnehmen, die ich dort bekommen habe. Ich nehme Kontakt mit dem Pressesprecher des Forums, Dr. Jan Miller, auf. Gleich zu Anfang des Gespräches stellt sich heraus, dass er eben jener Mann mit dem Sportwagen ist, den ich gestern auf dem Parkplatz getroffen habe. Dr. Jan Miller bezeichnet das Bremer Forum als ein 'Kompetenz- und Beratungszentrum', in dem Unternehmensberater, Projektmanager, Wirtschaftsjuristen und Wissenschaftler in einem Netzwerk zusammenarbeiten. Für mittlere und kleine Unternehmen sowie für den öffentlichen Sektor sollen Lösungen entworfen werden für sehr umfassende Aufgaben mit fächerübergreifenden Fragestellungen . Aber auch der Probleme des unternehmerischen Tagesgeschäftes nimmt sich das Bremer Forum an. Die Beratung wird getragen von der Erkenntnis, dass ein Unternehmen immer als Einheit von verschiedenen ineinandergreifenden Elementen funktionieren soll. Dazu gehört auch ein gewisser Teamgeist, der sowohl im Unternehmen wie auch bei den Beratern herrschen soll.
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wird fortgesetzt

vgl. auch:
Im Gewerbegebiet

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