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Folge 71b/2002, Bremen, den 21.11.2002
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Nachdem er Ende der 70ger Jahre in einer kleinen Firma als Heizungsmonteur zu arbeiten begonnen hatte, merkte er bald, dass er das relativ eigenständige Entscheiden, wie er es 'auf Montage' erlebt hatte, nun nicht mehr missen wollte. Seine Frau gab den letzten Anstoß: Ihr war aufgefallen, mit welchem Geschick und welcher Begeisterung ihr Mann die Fahrräder der Familie reparierte und pflegte. Die Küche und das Esszimmer im Keller wurde zum Laden und zur Werkstatt ausgebaut. Um den fehlenden Platz wiederzugewinnen, wurde das Haus aufgestockt.


Wo jetzt ein Teil des Ladens ist, war früher das Wohlersche Esszimmer.

Der Anfang war schwer, weil nur sehr wenig Eigenkapital vorhanden war. Ein Vertreter eines Großhändlers erwies sich als große Stütze: Er half mit, den Laden angemessen einzurichten. Der Erfolg war letztlich dem Fleiß zu verdanken: Im Sommer ging der Arbeitstag in dem Ein-Mann-Unternehmen oft von 8:00 bis 20:00 Uhr, nur unterbrochen durch die Mahlzeiten. Im Winter herrschte -wie in einem Eissalon - eher Flaute und dann saß schon mal eine Woche Urlaub in Dänemark drin. Zu den besten Zeiten verkaufte Heinrich Wohlers oft zwei bis drei Räder am Tag. Anfangs hatte er die Räder in einem Vorzelt hinter dem Haus gelagert.

 

Die Werkstatt befindet sich in einem Hinterhof-Anbau.

Das Vorzelt wurde durch einen festen Anbau ersetzt, in dem sich heute die Werkstatt befindet. In einem Nachbarhaus mietete er eine Garage an. Dort warteten in einem zweistöckigen, selbstgebauten Großregal bis zu 130 Räder auf ihre KäuferInnen. Am ertragreichsten waren für den begeisterten Mechaniker aber die Reparaturen. Aber Heinrich Wohlers ist alles andere als 'nur' Mechaniker: Er ist ein kontaktfreudiger Mensch.


So kennen wir Heinrich Wohlers: als freundlichen, hilfbereiten Nicht-Nur-Mechaniker.

Wenn nur ein wenig Zeit ist, hält er gerne einen kleinen Plausch mit seinen Kunden. Das ist jetzt bald vorbei: Am 30.11. schließt der Kellerladen mit dem markanten Fahrrad an der Hauswand für immer. Heinrich Wohlers wird seinem von einem harten Arbeitsleben gezeichneten Körper Ruhe gönnen.

NB: Heinrich Wohlers ist am 14.10.2006 nach langer, schwerer Krankheit gestorben.


vgl. auch:

Abschied von einem Krämer

Abschied 2

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