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Das lange Warten auf Herrchen
 

        
Kleine Weisheiten über Katzen

 
WKKP 12
DAS LANGE WARTEN AUF HERRCHEN


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Krautzi traurig
 
Ich bin untröstlich.



















Kritzi wartend  
Die Tür geht auf, kommt sie oder er?


















Kritzi auf dem Fenster  
Jetzt geht das schon eine Woche so weiter!

 
Ein Wort hätte er schon sagen können, bevor er ging. Vermutlich war er nachts bei seiner auch uns bekannten Freundin geblieben. Na ja, wir gönnen ihm dieses Glück. Genug zu fressen hatte er uns ja hingestellt. Doch so ganz wohl war uns auch nicht, denn er hatte nichts eingepackt für die Nacht in seine Tasche. Wir warteten schon etwas beunruhigt auf den nächsten Morgen, denn da mußte er ja spätestens wiederkommen.

Etwa um halb sieben drehte sich der Schlüssel in der Tür. Gespannt beobachteten wir die Küchentür. Mein Bruder Krautzi hatte schon einen leicht vorwurfsvollen Ausdruck in den Augen. Doch wer hereinkam war nicht unser Herrchen sondern siiiiieee!!!!, unser Ersatz-Frauchen. Sie sah sehr bekümmert aus, versuchte aber zu lächeln und war ganz besonders nett zu uns. Es mußte etwas Schlimmes passiert sein mit ihm, hoffentlich nahm das noch ein gutes Ende. Gegen Abend kam sie dann nochmal, diesmal schon etwas ruhiger und versorgte uns mit Fressen, Trinken, schaute nach den Örtlichkeiten und gab uns jede Menge Streicheleinheiten. Leider konnte sie nie so lange bleiben, denn sie mußte ja arbeiten und hatte auch noch zwei Katzen und natürlich wohl unser Herrchen zu versorgen, denn soviel hatten wir verstanden: Er wohnte zurzeit woanders, aber nicht bei ihr. Wie schrecklich, hoffentlich ging es ihm gut.

Jeden Morgen erwarteten wir sie bereits sehnsüchtig, ließen uns von ihr verwöhnen und freuten uns geduldig auf den frühen Abend. Wenigstens durften wir hierbleiben und hatten das ganze Haus für uns alleine. Es nahte das Wochenende. Unser Ersatz-Frauchen blieb nun auch mal etwas länger. Sie sagte uns, dass Herrchen schon bald wieder nach Hause käme und wir uns keine Sorgen zu machen brauchten. Inzwischen hatte auch wohl sie sich daran gewöhnt, jeden Tag zu uns zu kommen, wir hatten sie jedenfalls voll ins Herz geschlossen. Mein Bruder Krautzi warf sich sogar manchmal vor Freude auf den Boden, und ich zeigte ihr meine schönsten Stretching-Übungen auf dem Teppich. Plötzlich, mitten in der Woche erschien er. Er trug einen Verband unter der Nase und sah ziemlich angeschlagen aus. So sehr wir uns auch freuten, in dem Moment war es uns gerade nicht recht, denn wir wollten wieder nach draußen gehen. Später war er auch schon wieder verschwunden, und am nächsten Morgen kam nochmal unsere Freundin. Am gleichen Tag kehrte unser Herrchen dann aber zurück, - und blieb.

Er war insgesamt 10 Tage verschwunden, erklärte uns, er sei im Krankenhaus gewesen, da er einen Unfall gehabt hatte. Da vergaßen wir dann unseren Groll und fielen ihm herzlich in die Arme. Das lange Warten hatte endlich ein Ende.


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Die WKKP No.13 erscheint am:
1. Dezember 2002.
         Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.

Daniel Defoe


Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche dafür aber nichts zu tun.

Kurt Tucholsky


Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.

Benjamin Franklin


Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter, die man sich wünschen kann.

Pablo Picasso


  
 
 
   
 
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