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Geschichten aus Klein Mexiko

        

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Mann mit Sombrero liest Klein Mexiko Nr.1

Die Zeitung 'Klein Mexiko' berichtet über interessante Themen des Alltags in der Vorstadt
(Foto: Jan Frey)

 
Von Ingo Lucker

HASTEDT Liegt Mexiko in Bremen? Nein, aber zumindest Klein Mexiko, eine Wohnsiedlung im Ortsteil Bremen-Hastedt. Diese Reihenhaussiedlung zwischen Stader Straße, Bismarckstraße, Benningsenstraße und Bei den drei Pfählen entstand in den 20er Jahren unter dem offiziellen Titel Westfalensiedlung. Um die damalige Wohnungsnot zu lindern, ließ der Senat - teilweise in Billigbauweise - kleine Reihenhäuser errichten (vor allem für kinderreiche Familien und Arbeitslose).Das frühere Klein Mexiko wurde später zu einer Hochburg der Kommunisten, die auch dem Nationalsozialismus mit offenem Widerstand entgegentraten. Die befremdlichen, fast fremdländischen Verhältnisse innerhalb der Siedlung sowie die revolutionäre Gesinnung der meisten ihrer Bewohner hat wahrscheinlich die sie umgebende 'bessere' Gesellschaft dazu bewogen, der Siedlung den Namen Klein Mexiko zu geben.
Heute befinden sich die Reihenhäuser fast alle in Privatbesitz und werden von sämtlichen sogenannten sozialen Schichten bewohnt. Und vor kurzem haben einige der EinwohnerInnen sogar eine Zeitung herausgebracht, die sich inhaltlich mit dem Alltag in der Vorstadt beschäftigt. Der Name der Zeitschrift: 'Klein Mexiko'
Auf 24 Seiten berichtet die Redaktion, bestehend aus Jan Frey und Doris Biester, über die Geschichte der Siedlung, Erfahrungen türkischer Emigranten in Bremen, den Arbeitsalltag des Obst- und Gemüsehändlers Engin Denizyilmaz (als interessante Fotoreportage), die Aufgaben eines Chefs und über Werner Sturm, ein Bremer Original, der im Mai dieses Jahres verstorben ist.
Die sympathische, teils kritische, teils humorvollle Zeitung ist in den Buchhandlungen Albatros, Blessing, Drachenschaukel, Fata Morgana, Ostertor, Sattler, Sieglin, und Bücherinsel sowie an Sonnabendvormittagen auf dem Ziegenmarkt im Steintor als auch bei Sandawi Restposten erhältlich.Weitere Informationen zu 'Klein Mexiko' erteilt Chefredakteur Jan Frey,
Telefon 44 02 48



        
'Jan Frey liegen die einfachen Leute am Herzen. In seiner gerade gegründeten Zeitung 'Klein Mexiko - Alltag in der Vorstadt' will er ihr ganz normales Leben abbilden, keine Sensationen schildern, sondern ihre Arbeit würdigen und all das aufschreiben, was sonst gern ausgeblendet wird. Wie zum Beispiel die Erfahrungen der Türken, die in Deutschland nie ganz heimisch geworden sind und doch nicht zurückgehen können.'

Eine Zeitung voller Alltäglichkeiten
von Alexandra Albrecht im Weser-Kurier vom 19.07.1997
 
 
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