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Leseprobe aus einem vierseitigen Bericht über einen Besuch im Spielkreis der Alt-Hastedter Kirchengemeinde am 09. und 10.10.2003. (Aus Datenschutzgründen sind keine Namen der Kinder genannt.)
 
(...)
Stuhlkreis
Karin Schüdde, die Leiterin des Spielkreises, versucht mit Hilfe eines biblischen Bilderbüchleins die Geschichte von Rut und Noomi zu vermitteln. Das wird der Text der abschließenden Kinderandacht in der Kirche sein. Ich habe aber trotz der erläuternden Bilder und der verkürzten Fassung leichte Schwierigkeiten zu folgen. In Einzelheiten gelingt es Karin Schüdde aber, mir die soziale Botschaft der Geschichte zu vermitteln. Später lese ich die Geschichte im Heftlein nach: Noomi verläßt bei einer Hungersnot mit Mann und zwei Söhnen Bethlehem und geht in die Fremde, wo es sich besser leben läßt. Der Mann stirbt. Die Söhne heiraten und sterben aber auch. Noomi will zurückkehren nach Betlehem. Ihre Schwiegertochter Rut geht mit ihr - aus Solidarität. In Bethlehem sammelt Rut auf den Feldern des Boas Ähren. Boas nimmt sich ihrer an und heiratet sie. Enkel eines Kindes aus dieser Ehe ist der spätere König David.

Kinder spielen Pantomime
 
Die Kinder spielen mit Gesten die Geschichte vom König Plopp nach. Hinten links Karin Schüdde, rechts von ihr die Praktikantin Kerstin Cordes.
 
Es folgen motorische Übungen: Unter entsprechendem Gesang werden Gliedmaßen bewegt und rechts und links unterschieden, was den meisten noch schwerfällt. Die Geschichte vom Zwerg Wackelmütze, der auf einst Bergesspitze lebt, wird nachgetanzt, bis zum Umfallen des Zwerges und der Kinder. Eine ähnliche Funktion erfüllt die Geschichte vom König Plopp und seinen drei Töchtern, der schlanken großen SSSTT (Arme hoch), der dicken Uff (Hände vor den Bauch) und der schönen MMMH (Kopf verzückt zur Seite neigen), die vom schönen Königssohn AAAH begehrt wird.

Schwierig, zu schwierig ist es für die Kleinen aus einer gewissen Distanz Kastanien überhaupt nur in eine große Eierpappe zu werfen.
 
Spielkreis-Andacht in der Kirche
 
Bei der Andacht bleiben Kanzel und Orgelbank leer: Pastor Musiolik begleitet den Gesang von Eltern uind Kindern mit der Gitarre.
 
Völlig überfordert wären sie, müßten sie die markierten blauen Höhlungen in der Mitte der quadratischen Pappe treffen.
 
Eine letzte Übung ist das Stimmen-Erkennen: Ein Kind sitzt mit dem Rücken zum Stuhlkreis. Ein anderes tritt hinter es und sagt einen Reim auf. Das Kind muss aufgrund der Stimme erraten, wer hinter ihm steht. Erstaunlicherweise ist Mädchen C trotz ihrer Schwierigkeiten mit dem Deutschen sehr gern bereit mitzuspielen. Sie spricht nur das letzte Wort des Reimes aus, wird aber gerade daran wohl erkannt. Es folgt eine Übung im präzisen Umrißzeichnen und Ausmalen.  
(...)  
Heute ist Freitag: Die Woche im Spielkreis wird beschlossen mit einer Andacht. Das Läuten der Glocken ist für die Kinder das Zeichen, dass sie zur Kirche herübergehen können. In der Kirche begrüßt der Pastor die Kinder und die sie begleitenden Eltern. Er spricht einige erklärende und einführende Worte zur heutigen Bibelgeschichte. Danach singen sie das zuvor eingeübte Lied ‘Hab´ Dank, lieber Vater, für’s tägliche Brot.’ Anschließend liest ein Elternteil die Geschichte aus der Kinderbibel und spricht das Gebet. Am Ende bilden alle den Schlußkreis, das Abschiedslied wird gesungen und die Trennung mit einem Bonbon aus der Dose versüßt.

Weitere Themen des Heftes:

Interview: Leiterin des Spielkreises

Interview: Leiterin Grundschule

Interview: Familie Adler

Interview: Familie Noltze

Leserbrief

Ein Blick über den Tellerrand: Bremisches Kindergarten-Projekt in Kenia



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