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Folge 19/2002, Bremen, den 17.04.2002

Vogelnester in der Großstadt Bremen

        
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Drei Vogelnester in einem einzigen Baum, ganz nahe am Eingang eines Verbrauchermarktes Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen
 
Ostern 2002: Drei Vogelnester in einem einzigen Baum, ganz nahe am Eingang eines Verbrauchermarktes Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen. (links vom schwarzen Pfeil ein Vogelnest, rechts vom weißen Pfeil zwei Vogelnester)


ein Vogelnest in einer Reihe von fünf Bäumen am Osterdeich in Bremen
 
Ostern 2002: Bei einem Spaziergang am Osterdeich in Bremen sehe ich in einer Reihe von fünf Bäumen, auf die ich zufällig blicke, nur ein Vogelnest (Pfeil).


weiteres Vogelnest in der Reihe von Bäumen am Verbrauchermarkt Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen
 
04.04.2002: Durch einen Hinweis werde ich auf ein weiteres Vogelnest (Pfeil) in der Reihe von Bäumen am Verbrauchermarkt aufmerksam. Das Nest befindet sich im letzten Baum der Reihe. Im Hintergrund sieht man Glas- und Papiercontainer, die an dieser Stelle die H.-H.-Meier-Allee abschließen und Durchgangsverkehr verhindern.




 zehn Vogelnester unterschiedlicher Größe in sieben Bäumen am Verbrauchermarkt Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen
 
08.04.2002: Ich untersuche die Baumreihe am Verbrauchermarkt Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen genauer und komme auf zehn Vogelnester unterschiedlicher Größe in sieben Bäumen.




Die frischen Blätter verdecken das Vogelnest in unmittelbarer Nähe des Markteinganges an der Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen
 
15.04.2002: Der Baum in unmittelbarer Nähe des Markteinganges an der Kulenkampffallee/ Ecke H.-H.-Meier-Allee in Bremen hat Blätter getrieben. Die Vogelnester sind nicht mehr zu sehen.


Taube in ihrem Nest
21.06.2002 (Nachtrag): Ich entdecke in einem der Bäume eine Taube in ihrem Vogelnest.
 
Karfreitag/Ostern
Auf einem Baum in unmittelbarer Nähe zum Eingang eines Verbrauchermarktes an der Ecke Kulenkampffalle/ H.-H.-Meier-Allee in Bremen entdecke ich drei verlassene Vogelnester. Sie fallen um diese Jahreszeit besonders auf, weil sie noch nicht durch das Blattwerk verdeckt werden. Bei einem Spaziergang am Osterdeich in Bremen sehe ich in einer Reihe von fünf Bäumen, auf die ich zufällig blicke, nur ein Vogelnest. (Einige Tage später sehe ich mir die fünf Bäume noch einmal aus der Nähe an und entdecke noch ein Gebilde, das vielleicht ein Vogelnest sein könnte.)

04.04.2002
Man macht mich auf ein weiteres Vogelnest in dieser Reihe von Bäumen am Verbrauchermarkt aufmerksam. Ich fotografiere es. Mir wird das erste Mal bewußt, das die H.-H.- Meier-Allee wenigstens an dieser Stelle für den Autoverkehr eine Sackgasse ist.

08.04.2002
morgens
Ich gehe zum Büro des Landesverbandes Bremen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Ich erzähle Elke Sasse, einer Mitarbeiterin des BUND, von meiner Vermutung, dass die geringere Verkehrsdichte im Vergleich etwa zum Osterdeich die Ansiedlung von Vögeln an jenem Teil der H.-H.- Meier-Allee begünstigen könnte. Sie warnt mich vor schnellen Schlüssen. Die Gründe dafür, warum Vögel an einer Stelle siedeln und an einer anderen nicht, seien sehr vielfältig. Sie könnten oft erst durch lange Beobachtung ergründet werden. Sie drückt mir ein Buch mit dem Titel 'Die Vögel Bremens und der angrenzenden Flußniederungen' aus dem Jahre 1992 in die Hand. Im Kapitel 2.3.1 'Die Vögel des besiedelten Raumes' heißt es: 'Zu den Vogelarten, die bis in die wenig begrünten innerstädtischen Wohnbereiche vordringen, gehören Türkentaube, Ringeltaube, Haubenlerche, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Amsel, Singdrossel, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Fitis, Grauschnäpper, Blaumeise, Kohlmeise, Kleiber, Gartenbaumläufer, Star, Buchfink und Grünling.Neuerdings nistet der Austernfischer auf Kiesdächern mitten im Stadtgebiet, z.B. auf dem sog. Ärztehochhaus in der Vahr an der Berliner Freiheit. Der Sperber jagt manchmal bis in die Innenstadt hinein.'

abends
Ich werde gründlicher: Ich zähle die Vogelnester in der Baumreihe und komme auf zehn Vogelnester unterschiedlicher Größe in sieben Bäumen. Die Vogelnester sind aus kleinen Stöckchen gebaut, aber auch andere Materialien wie Fetzen von Plastikplanen wurden verwandt.

15.04.2002
Ich mache ein weiteres Foto von jenem Baum in unmittelbarer Nähe des Markteinganges. Der Frühling ist vorangeschritten. Ein Kleid von neuen Blättern verhüllt das ehemals nackte Geäst. Die Vogelnester sind von außen nicht mehr zu erkennen.

16.04.2002
Ich frage eine Bewohnerin des Hauses, in dem sich der Verbrauchermarkt befindet, was sie von der Ansiedlung der Vögel wahrgenommen habe. Sie sagt mir, dass Tauben und Amseln hier genistet hätten. Sie habe beobachten können, wie die Vogelnester gebaut wurden, wie die Eier abgelegt wurden, wie die Jungen schlüpften und flügge wurden.

21.06.2002 (Nachtrag)
Ich entdecke in einem der Bäume eine Taube in einem Vogelnest.

vgl. Nistkästen in der Großstadt Bremen (2)

Wieder besucht 10

Vögel in der Großstadt Bremen

Literatur:
Joachim Seitz, Kai Dallmann: Die Vögel Bremens und der angrenzenden Flußniederungen. 1992 (Hrsg.: BUND, Landesverband Bremen e.V.)

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Sonntag, den 21.04.2002


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