Nein, diese Halbinsel mit vorgelagerter Insel gibt es wohl nicht auf unserem Planeten. Ihr kartenähnliches Abbild ist aus drei Fotos entstanden, die ineinander montiert und grafisch vielfach verfremdet worden sind. Die Umrisse stammen vom Foto eines Wasserrandes auf einem Packpapier. Die vermeintlichen Oberflächendetails gehen zurück auf ein Foto einer Baumrinde. Die schwach angedeuteten Strukturen von rasterförmig angelegten Städten (am oberen Bildrand in der Mitte) stammen aus einem Foto von Resten eines Klebebandes.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei mehreren Milliarden Spiralnebeln mit jeweils mehreren Milliarden Sternen und Planeten einen solchen Landstrich geben könnte, ist vielleicht nicht einmal so gering. Genauso wenig ist es nicht völlig unwahrscheinlich, dass es auf einem fernen Planeten eine Stadt ohne Außenwerbung gibt. Oder eine Stadt, in der den BewohnerInnen durch Plakatfotos vorgehalten wird, welche wilden Müllkippen und überbordenden Mülleimer sich in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden.
|
|
Also: Was anderorten schon Wirklichkeit geworden (und vielleicht schon wieder vergangen ist), kann in einem kleinen Redaktionsstübchen schon mal vorgedacht werden. Nein, es kann nicht nur vorgedacht werden, es muß vorgedacht werden für den Fall, dass mal BewohnerInnen von dort kämen und uns anläßlich ihres freundlichen Besuches der Phantasielosigkeit beschuldigen würden mit Worten wie 'Na, das haben wir aber schon vor hundert Jahren erfolglos durchexzerziert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ....'. Die Wirklichkeit wird auch verstehbar (und veränderbar) aus ihrem Bild gewordenen Gegenteil oder ihren neu verpuzzelten Versatzstücken.
Nichts gegen die getreue Dokumentation. Aber, liebe Leserschaft, ich bitte Sie, mir auch zu folgen, wenn ich wie schon in der Vergangenheit auch zukünftig gelegentlich Szenen aus der Alltagswelt aus ihren Teilen neu zusammensetze, auf dass vielleicht erkennbar werde, was zusammengehören könnte. Ein Hoch auf das sinnenschärfende Puzzle! Auf geht's!
|