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Folge 53b/2003, Bremen, den 25.12.2003 (Nr.133)   1 Jahr kleinmexiko.de: Danksagung
!!Wegen dieser Doppelkolumne erscheint die nächste Folge am 01.01.2004!!
        
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Hamburger Hof
trend und tradition
neu erleben
im HAMBURGER HOF
Die Passage am Jungfernstieg
(...)
HAMBURGER HOF. Wo Einkaufen zur Kultur wird.

Aus Flugzettel des 'Lebendiger Jungfernstieg e.V.' und 'Die Hanse' Sommer/Herbst 2003

Ich habe mir drei werbliche Darstellungen Bremens 'als Stadt am Fluß' vorgenommen und anfanghaft analysiert. Nach einem einschlägigen Absatz (Teil A) aus einer Broschüre der Bremer-Touristik-Zentrale aus dem Jahre 1995 folgt nun ein Einleitungstext einer Broschüre über die Weserpromenade Schlachte aus dem Jahre 2000.
 
Das zweite Beispiel stammt aus der Broschüre 'Wir treffen uns an der neuen Wesepromenade Schlachte' , die im Mai 2000 von Schlachte Marketing und Service Verband e.V. herausgegeben wurde.Dort heißt es in den Einleitungstexten:
 
Die Schlachte neu genießen
Die Bremer Weserpromenade ist fertig. Die Schiffe sind da. Nun steht der ganze Sommer im Zeichen der Schlachte.Mit historischen und modernen Schiffen. Mit Partys, an Land & an Bord. Mit fröhlichen Märkten, Clowns und Akrobaten. Mit faszinierenden Licht-Klang-Spielen. Mit einer kulinarischen Weltreise durch die einladende Gastronomie an der neuen Weserpromenade Schlachte.
 

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Wir treffen uns an der Schlachte
Hier bei uns an der Schlachte können Sie nach Herzenslust schlemmen. Gehen Sie - nach einer spannenden Schiffahrt auf der Weser - auf eine kulinarische Weltreise. Ob Ihnen der Sinn nun nach temperamentvollem mexikanischem Essen steht, es Sie fernöstlich zum Japaner zieht, wenn bei Ihnen original italienische Küche angesagt ist, Sie gemütlich eine bayerische Maß stemmen oder einen edlen Wein in schönem Ambiente genießen wollen - hier an der Wese sind Sie goldrichtig. Und für den 'Absacker' bieten sich leckere Drinks in einer der Bars entlang der Schlachte an
 
Damals und heute
Die Schlachte ist die Keimzelle der bremischen Häfen und wurde im Jahr 1250 erstmals urkundlich erwähnt. Jahrhunderte lang war hier der einzige stadtbremische Hafen. Die Hansekoggen brachten der Stadt Ladung und Reichtum.
Sogenannte 'Wuppen' wurden zum Be- und Entladen der Schiffe genutzt. Im Laufe des 19.Jahrhunderts versandete die Weser - die Hafenaktivitäten wanderten in Richtung Meer.
 
EXPO 2000-Projekt 'Stadt am Fluß' Durch die Neugestaltung der Schlachte im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms 'Stadt am Fluss' herrsch heute wieder Leben an der Weser - vielfältige Gastronomie, Sommergärten , eine breite Promenade direkt am Fluss, Pontons, Brücken und natürlich wieder viele Schiffe geben der Weserpromenade ein maritimes Ambiente inmitten der Bremer City.
Das Projekt 'Stadt am Fluss' mit seinem Herzstück 'Schlachte' ist eines der neun Projekte, die das Bundesland Bremen zur Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover beisteuert.Nach dem Expo-Motto 'Mensch, Natur, Technik' wird an den Ufern der Weser demonstriert, wie Bremen ungenutzte Flächen entlang der Weser für neue Gewerbeanlagen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und attraktiven Wohnraum nutzt.

 
 

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Die Beschreibung der Häfen ist nach hinten gerückt. Von einer aktuellen wirtschaftlichen Bedeutung der stadtbremischen Häfen ist keine Rede mehr, vielmehr dominiert der geschichtliche Gesichtspunkt. Der einschlägige Absatz verweist indirekt auf die gewachsene Bedeutung Bremerhavens.
 
Beschreibung der Gastronomie ist an den Anfang gerückt und nimmt einen großen Teil des Textes ein. Die einzelnen Gastronomiebetriebe werden aber weder im Einleitungstext noch in den folgenden Detailbeschreibungen ausführlich und systematisch dargestellt. Das ist den Schiffen vorbehalten.
 
Bremen neu erleben prangt als Slogan auf dem Umschlag. Der Slogan wirkt in die Sprache der Broschüre hinein, etwa in der Überschrift 'Die Schlachte neu genießen'. Das Wort 'genießen' stimmt die LeserInnen auf die nachfolgend geschilderten Konsummöglichkeiten, insbesondere in der Gastronomie, ein. Die LeserInnen werden direkt angesprochen und animiert.
 
Die BewohnerInnen der Stadt werden nicht mehr als von außen zu sehende Gemeinschaft dargestellt wie es in der Broschüre aus dem Jahre 1995 noch der Fall war. Das Zusammenleben der BürgerInnen und insbesondere der Generationen wird nicht mehr explizit erwähnt. Auch die Tatsache, dass in dem beschriebenen Bereich Wohngebiete liegen, wird wesentlich weniger konkret beschrieben. Der Teerhof wird nicht als Wohngebiet charakterisiert. Lediglich am Ende des EXPO-Absatzes ist allgemein davon die Rede, dass Bremen ungenutzte Flächen entlang der Weser für (...) attraktiven Wohnraum nutzt.
 
Die Überschrift 'Wir treffen uns an der Schlachte' suggeriert geschickt, dass sich die Menschen der Stadt dort treffen. Sie verbindet mit dieser Suggestion eine Art Verabredung mit dem Gast: 'Wir treffen uns an der Schlachte. Die BürgerInnen tauchen im Text jetzt als gedachtes Gegenüber von touristischen BesucherInnen auf.
 
'Kultur' ist bis auf die erwähnte Licht-Klang-Skulptur nur noch eine am Ende vorkommende Zählgröße ohne weitere Erläuterung. Im nachfolgenden Kleingedruckten zu den Schiffen kommt sie nur mehr oder weniger indirekt vor. Erst beim Kleingedruckten zu den Veranstaltungen werden zeitlich befristete Ereignisse wie das Hanse-Panorama zur Geschichte der Hanse und die besagte Licht-Klang-Skulptur hervorgehoben.


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Teil 3 der Werbe-Analyse:
Donnerstag, den 01.01.2004


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